Hunderttausende finnische Rentner öffnen in diesen Wochen ihr OmaVero-Portal oder den Briefumschlag aus dem Postkasten, um ihren Steuersatz für 2026 zu überprüfen. Viele erleben dabei eine kalte Dusche.
Die Sparmaßnahmen der Regierung, eingefrorene Indexierungen und verschärfte Besteuerung belasten jetzt direkt den Geldbeutel finnischer Rentner. Experten warnen jedoch vor einer noch größeren Gefahr: Zehntausende Finnen machen gerade jetzt einen verhängnisvollen Fehler, der ihnen völlig unnötig Hunderte Euro monatlich von ihrer wohlverdienten Rente kostet.
Hier sind drei kritische Punkte, die jeder Rentner sofort überprüfen muss.
Versteckte Steuer trifft Durchschnittsverdiener besonders hart
Das Jahr 2026 wird in Finnland als das Jahr in Erinnerung bleiben, in dem die Kaufkraft der Rentner auf eine beispiellose Probe gestellt wurde. Die im Regierungsprogramm vorgesehenen Kürzungen bedeuten, dass die Rentenbesteuerung besonders bei mittleren und höheren Rentnereinkommen verschärft wird.
Viele Finnen lebten in dem Irrglauben, dass der Steuersatz im Ruhestand automatisch deutlich niedriger ausfällt als bei Gehaltseinkünften. Die Realität sieht anders aus.
Nach Berechnungen des Steuerzahlerbundes kann ein finnischer Rentner mit etwa 1.500 bis 2.000 Euro monatlicher Rente sogar höhere Steuern zahlen als ein Arbeitnehmer mit gleichem Gehalt, da bei Renteneinkünften kein Erwerbseinkommensabzug geltend gemacht werden kann.
Zusätzlich macht sich die sogenannte zusätzliche Renteneinkommenssteuer, die früher nur die Spitzenverdiener betraf, mittlerweile bei immer mehr Menschen im Portemonnaie bemerkbar, da die Inflation die Nominalrenten über die Grenze hebt.
Expertenwarnung: Vertrauen Sie nicht blind auf Automatismen
Der größte Fehler, den ein finnischer Rentner im Frühjahr 2026 machen kann, ist es, der vom Finanzamt zugesandten Standard-Steuerkarte blind zu vertrauen. Die automatischen Systeme der Steuerbehörde berechnen den Basissatz auf Grundlage der Einkünfte der Vorjahre.
Doch das System ist kein Hellseher. Es weiß nicht, ob Sie gerade eine teilweise vorgezogene Altersrente angetreten haben, gelegentliche Nebenjobs ausüben oder ob Ihr Partner erkrankt ist und Sie hohe Medikamentenkosten tragen müssen.
Wenn Sie nicht reagieren, zahlen Sie wahrscheinlich das ganze Jahr über zu viel Steuer (und erhalten im Folgejahr zwar Steuerrückerstattungen) oder schlimmer noch: Ihr Steuersatz ist zu niedrig und vor Weihnachten flattern Nachzahlungsbescheide über Tausende Euro ins Haus.
Prüfen Sie diese 3 Zeilen in OmaVero sofort heute
Vermeiden Sie den Verlust von Hunderten Euro und böse Überraschungen, indem Sie diese drei Punkte auf Ihrer Steuerkarte durchgehen:
1. Haushaltsabzug – Die Rettung für ältere Menschen
Haben Sie Reinigungsdienste gekauft, eine Rohrsanierung durchführen lassen oder häusliche Pflege in Anspruch genommen? Der Haushaltsabzug wird nicht automatisch auf die Steuerkarte übertragen! Melden Sie die Kosten sofort in OmaVero.
Beachten Sie, dass der Eigenanteil und die Höchstbeträge beim Haushaltsabzug für 2026 von früheren Jahren abweichen können. Wenn Sie mit einem Partner zusammenleben, teilen Sie die Kosten clever auf, damit beide den vollen Vorteil nutzen können.
2. Medikamentenkosten und Krankheitskostenabzug
Falls Sie außergewöhnlich hohe Medikamenten- und Krankheitskosten hatten, prüfen Sie Ihren Anspruch auf den Abzug für verminderte Steuerzahlungsfähigkeit. Dies ist ein seltenerer, aber lebenswichtiger Abzug für schwer erkrankte Rentner.
3. Arbeit im Ruhestand – Gefahr der Doppelbesteuerung
Immer mehr Finnen gehen Nebenjobs zusätzlich zur Rente nach. Dies ist finanziell äußerst lohnend, erfordert aber Genauigkeit. Sie benötigen zwei verschiedene Steuerkarten: eine für die Rente und eine für das Gehaltseinkommen.
Wenn Sie versehentlich die Steuerkarte für Gehaltseinkünfte bei der Rente verwenden oder umgekehrt, schlägt das Finanzamt mit einem gnadenlosen Nebeneinkommen-Steuersatz zu, der bis zur Hälfte Ihrer Einkünfte direkt an den Staat abführen kann.
Zentrum für Rentensicherheit: Änderungen rechtzeitig vornehmen
Experten des Zentrums für Rentensicherheit und der Sozialversicherungsanstalt erinnern daran, dass die Änderung der Steuerkarte nichts kostet und mehrmals jährlich vorgenommen werden kann. Wenn Sie eine neue Steuerkarte über OmaVero bestellen, werden die Informationen heutzutage automatisch an Ihren Rentenzahler übermittelt.
Lassen Sie nicht zu, dass Inflation und verschärfte Besteuerung Ihren Lebensstandard auffressen. Eine Überprüfung von wenigen Minuten am Computer oder ein Anruf beim telefonischen Service des Finanzamts kann Ihr monatliches Nettoeinkommen erheblich steigern.
Hat Sie der Steuersatz für 2026 schockiert? Haben Sie bereits Ihre eigenen Steuerkarten und die Ihrer älteren Eltern überprüft? Teilen Sie diese wichtige Information, die Hunderte Euro spart, per WhatsApp oder Facebook mit anderen Rentnern!



