In jeder deutschen Küche gibt es dieses eine geliebte, dicke Holzschneidebrett. Nach Jahren fleißigen Schneidens ist die Oberfläche jedoch oft voller tiefer, dunkler Messerschnitte, und das Brett riecht vielleicht schwach nach gestrigen Zwiebeln oder Fisch. Viele werfen das Brett aus hygienischen Gründen in den Müll oder machen einen noch schlimmeren Fehler: Sie stecken es in die Spülmaschine.
Laut Tischlern und Lebensmittelhygiene-Experten ist das Holzbrett jedoch das hygienischste Werkzeug in der Küche – vorausgesetzt, Sie kennen eine einfache Regel. Wenn Sie zwei der günstigsten Zutaten aus Ihrer Küche kombinieren und Ihrem Brett diese völlig kostenlose „Tiefenreinigung“ gönnen, versetzen Sie das Brett in Sekundenschnelle in den Werkszustand – und schützen Ihre Familie vor Magen-Darm-Erkrankungen.
Die Spülmaschine ist der größte Feind des Holzbretts
Wenn ein Holzbrett, etwa ein hochwertiges Eichenbrett oder ein traditionelles Buchen-Schneidebrett, verschmutzt aussieht, ist die reflexartige Reaktion vieler Menschen, es zusammen mit dem anderen Geschirr in die Spülmaschine zu werfen.
Die Botschaft von Haushaltsexperten und Küchengeräteherstellern ist jedoch unmissverständlich: Das ist das Todesurteil für Ihr Brett.
Das kochend heiße Wasser der Maschine, die lange Spülzeit und aggressive, alkalische Maschinenreiniger lösen die natürlichen Öle des Holzes binnen Sekunden auf. Das Holz saugt sich mit enormen Mengen Wasser voll, quillt auf und reißt beim Trocknen. In diesen tiefen Rissen siedeln sich gefährliche Bakterien aus rohem Geflügel oder Gemüse an, wie Salmonellen oder Campylobacter, die keine Spülbürste mehr erreichen kann.
Die einzig richtige Methode, ein Holzbrett zu reinigen, ist schnelles Handspülen mit warmem Wasser und einem Tropfen Spülmittel direkt nach der Benutzung. Aber wie reinigt und desinfiziert man das Brett monatlich gründlich?
Wellness-Behandlung für Ihr Schneidebrett: Salz und Zitrone
Die Lösung für tiefe Schnitte, hartnäckige Gerüche und Bakterien finden Sie im Kühlschrank und Gewürzschrank. Sie brauchen nur grobes Meersalz und eine halbe Zitrone.
Dieser „Großmutter-Trick“ ist pure Chemie und Physik:
- Grobes Salz: Wirkt als kraftvolles, aber das Holz nicht beschädigendes mechanisches Scheuermittel. Es dringt in die Messerschnitte ein und kratzt mikroskopisch kleine Speisereste und Schmutz heraus. Zusätzlich zieht Salz überschüssige Feuchtigkeit und Bakterien aus den Holzporen durch Osmose.
- Zitrone: Die natürliche Säure der Zitrone (Zitronensäure) ist ein wirksames, natürliches Desinfektionsmittel. Sie tötet Bakterien ab, hellt die verdunkelte Holzoberfläche auf und neutralisiert vollständig den muffigen Geruch von Zwiebeln oder Fisch.
So gelingt das 5-Minuten-Wunder:
Schritt 1 – Salz streuen: Nehmen Sie Ihr trockenes oder nur leicht feuchtes Schneidebrett. Streuen Sie eine großzügige Schicht grobes Meersalz auf die Oberfläche. Verwenden Sie kein feines Tafelsalz, das löst sich zu schnell auf!
Schritt 2 – Mit Zitrone einreiben: Schneiden Sie die Zitrone in zwei Hälften. Benutzen Sie die Zitronenhälfte wie einen Schwamm: Drücken Sie sie gegen das Salz und beginnen Sie, das Brett mit kräftigen, kreisenden Bewegungen abzureiben. Drücken Sie dabei die Zitrone etwas aus, damit der saure Saft sich mit dem Salz vermischt und eine dicke, duftende Paste bildet.
Schritt 3 – Einwirken lassen und abspülen: Reiben Sie die Paste besonders intensiv in die tiefsten Schnitte ein. Lassen Sie die Salz-Zitronen-Mischung etwa fünf bis zehn Minuten auf dem Brett einwirken. Spülen Sie das Brett anschließend mit heißem Wasser ab, trocknen Sie es sofort mit einem sauberen Handtuch und stellen Sie es aufrecht an einen luftigen Ort zum Trocknen.
Der letzte, aber entscheidende Schritt: Das Einölen
Wenn das Brett vollständig sauber und knochentrocken ist (am nächsten Tag), braucht es dringend Feuchtigkeit. Ein trockenes Holzbrett saugt Fleischsäfte und Bakterien auf wie ein Schwamm.
Das Brett muss also „versiegelt“ werden. Viele kaufen dafür teure Spezialöle, aber gewöhnliches Raps- oder Sonnenblumenöl aus der Küche erfüllt exakt denselben Zweck. Wichtig: Verwenden Sie kein Olivenöl, da es ranzig werden und unangenehm riechen kann!
Gießen Sie einen Esslöffel Rapsöl auf die Brettoberfläche und reiben Sie es mit Küchenpapier in Richtung der Holzmaserung ein. Lassen Sie das Öl eine Stunde einziehen und wischen Sie überschüssiges Öl ab. Die Oberfläche Ihres Bretts ist nun herrlich glänzend, dunkel und vollständig wasser- und bakterienabweisend.
Sind Sie auch frustriert von übel riechenden Holzbrettern oder machen Sie immer noch den Fehler, sie in die Spülmaschine zu stecken? Holen Sie Salz und Zitrone hervor und testen Sie diese kostenlose Wellness-Behandlung für Ihr Brett noch heute Abend! Teilen Sie diesen ökologischen, geldsparenden und magenfreundlichen Küchentrick mit Ihren Freunden!



