Ständig frieren und müde? Das will dir dein Stoffwechsel sagen

Weit mehr als bloße Winterkälte und Schlafmangel

Zahlreiche Menschen klagen über ein anhaltendes Kältegefühl und anhaltende Erschöpfung – und dabei handelt es sich häufig um weit mehr als nur „zu wenig Schlaf“ oder eine harmlose Wintermüdigkeit. Der Körper sendet Signale aus, und es lohnt sich definitiv, diesen Aufmerksamkeit zu schenken.

Wenn du trotz warmer Kleidung permanent frierst, morgens kaum aus dem Bett kommst und verzweifelt wegen deines Gewichts bist – dann denkst du vielleicht sofort: „Mein Stoffwechsel ist eingeschlafen.“ Doch ganz so simpel ist die Sache nicht. Unser Organismus folgt eindeutigen biologischen Gesetzmäßigkeiten, die deutlich komplexer sind als das, was uns Werbung für Nahrungsergänzungsmittel und Fitnessmythen glauben machen wollen.

Was „Stoffwechsel“ tatsächlich bedeutet

Im alltäglichen Sprachgebrauch reden wir von einem „schlafenden Stoffwechsel“, als gäbe es einen Schalter im Körper, der einfach ausgeknipst werden könnte. Aus medizinischer Perspektive ist diese Vorstellung nicht zutreffend. Der Stoffwechsel umfasst das gesamte System aller biochemischen Vorgänge, die uns am Leben erhalten. Würde er tatsächlich „abschalten“, wäre das schlichtweg nicht mit dem Leben vereinbar.

Trotzdem verändert sich unser Energieverbrauch erheblich – und das spüren wir deutlich. Manchmal frieren wir schneller als gewöhnlich, ein anderes Mal fühlen wir uns kraftlos und ohne Energie, und gelegentlich nehmen wir leichter zu als früher. Diese Veränderungen haben Ursachen, die größtenteils sowohl erklärbar als auch beeinflussbar sind.

Die drei entscheidenden Bausteine des Energieverbrauchs

Um das Ganze greifbarer und überschaubarer zu machen, lässt sich der tägliche Energiebedarf in drei Hauptbereiche unterteilen:

  • Der Grundumsatz: Rund 60 bis 70 Prozent der verbrannten Kalorien werden ausschließlich dafür benötigt, das Herz am Schlagen zu halten, die Lungen arbeiten zu lassen und das Gehirn funktionsfähig zu halten – selbst in völliger Ruhe.
  • Energie für die Verdauung: Allein der Vorgang, Nahrung abzubauen und aufzunehmen, erfordert Energie. Dieser sogenannte thermische Effekt variiert je nachdem, was du isst – Protein benötigt beispielsweise mehr Energie zur Verdauung als Fett.
  • Körperliche Aktivität: Der Anteil am Energieverbrauch, den wir am direktesten beeinflussen können – von geplanter Bewegung bis zu alltäglichen Aktivitäten wie Treppensteigen oder Aufstehen vom Stuhl.

Warum der Körper Alarmsignale aussendet

Permanentes Kältegefühl und Müdigkeit sind keine zufälligen Symptome. Sie können Anzeichen dafür sein, dass etwas in der Energieregulation des Körpers nicht optimal läuft. Die Schilddrüse, der Eisenspiegel im Blut und die Kalorienaufnahme sind nur einige der Faktoren, die unmittelbar beeinflussen, wie du dich im Alltag fühlst.

Ein dauerhaftes Kältegefühl kann beispielsweise mit einer Schilddrüsenunterfunktion zusammenhängen, während anhaltende Erschöpfung häufig auf Eisenmangel oder unzureichende Kalorienzufuhr hinweist. Das ist die Art und Weise, wie der Körper um Hilfe ruft – und man sollte das ernst nehmen, statt es als schlechte Gewohnheiten abzutun.

Was du selbst tun kannst

Die gute Nachricht lautet: Viele dieser Mechanismen lassen sich tatsächlich beeinflussen. Regelmäßige Mahlzeiten, ausreichend Schlaf, Krafttraining und angemessene Proteinzufuhr sind allesamt Faktoren, die einen gut funktionierenden Stoffwechsel unterstützen. Es geht nicht um Wunderkuren – sondern darum, die Logik des Körpers zu verstehen und mit ihr zu arbeiten, statt gegen sie.

Falls die Symptome anhaltend und belastend sind, ist es immer ratsam, die Blutwerte beim Arzt überprüfen zu lassen. Manchmal ist die Antwort einfacher als befürchtet – und die Behandlung ebenso.

Author

  • Andrea Funk è una blogger tedesca di lifestyle e DIY, fondatrice di andysparkles, dove condivide consigli pratici su vita quotidiana, viaggi e creatività.

Scroll to Top