Das Wäschewaschen in Winter und Frühjahr gleicht in vielen deutschen Wohnungen einem endlosen Puzzle. Wenn draußen Matsch und Frost herrschen, müssen feuchte Handtücher und Bettlaken zwangsläufig drinnen aufgehängt werden. Herkömmliche, breite Flügelwäscheständer beanspruchen oft die Hälfte des Wohnzimmers und machen das Durchgehen unmöglich, während die Wohnung unordentlich wirkt.
Die deutsche Discounterkette Lidl hat jedoch gerade ein Produkt auf den Markt gebracht, das in sozialen Medien für Begeisterung in Spar- und Einrichtungsgruppen sorgt. Der geniale „Trockenturm“ für nur rund zwanzig Euro verspricht, das Platzproblem auf einen Schlag zu lösen. Doch bevor Sie zum Geschäft eilen, haben Experten eine wichtige Warnung zu Gesundheitsrisiken beim Wäschetrocknen in Innenräumen.
Von der Breite zur Höhe: Warum der Trockenturm genial ist
Jahrzehntelang waren Deutsche daran gewöhnt, ihre Wäsche auf niedrigen, seitlich ausklappbaren Trockengestellen aufzuhängen. Diese beanspruchen im schlimmsten Fall über anderthalb Quadratmeter Bodenfläche und stehen ständig im Weg in engen Fluren oder Schlafzimmern.
Lidls neuestes Erfolgsprodukt (nach Meinung vieler das beste Preis-Leistungs-Verhältnis am Markt) verändert die Spielregeln, indem es die Wäsche nach oben verlagert. Der etwa 20 Euro teure mehrstöckige Trockenturm nutzt den ungenutzten Raum in der Wohnung: die Höhe.
Das turmförmige Gestell passt sogar in ein kleines Badezimmer, eine Duschecke oder die Ecke eines Ankleidezimmers. Laut Hersteller und begeisterten Social-Media-Testern schluckt das Gestell problemlos eine oder sogar eineinhalb volle Maschinenladungen (etwa 7–8 kg) nasse Wäsche auf einmal, einschließlich dicker Frotteehandtücher und Kapuzenpullover. Viele Türme haben sogar klappbare Ebenen, sodass man das Gestell halb zusammenlegen und flach an die Wand stellen kann, wenn weniger Wäsche anfällt.
Social-Media-Spargruppen schwärmen um die Wette
Bei hohen Lebenshaltungskosten verbreiten sich günstige und platzsparende Haushaltslösungen in sozialen Medien wie ein Lauffeuer. Ähnliche Türme werden in Möbelhäusern und Baumärkten für 60 bis 80 Euro verkauft, was den Ansturm auf Lidls Version für zwanzig Euro erklärt.
Zahlreiche Besitzer kleiner Wohnungen und Eltern von Familien haben in Haushaltsgruppen berichtet, dass der Turm endlich die Bodenfläche im Wohnzimmer befreit und das ständige Gefühl eines „Wäschedschungels“ im Zuhause beseitigt hat.
Warnung: Eine Gefahr lauert, wenn Sie die Wäsche in die Ecke verbannen
Obwohl der Trockenturm ein Platzwunder ist, ist die Botschaft von Bauphysik- und Raumluftexperten sowie Atemwegsorganisationen eindeutig: Das Trocknen großer Wäschemengen in Innenräumen birgt immer Risiken.
Eine Maschinenladung nasser Wäsche gibt beim Trocknen bis zu 2–3 Liter Wasser an die Raumluft ab. Wenn Sie den Trockenturm in einem kleinen, schlecht belüfteten Raum aufstellen (beispielsweise in einer fensterlosen Schlafzimmerecke oder einem Ankleideraum), kann die Feuchtigkeit nirgendwohin entweichen.
Die Folge: Feuchtigkeit kondensiert an kalten Außenwänden oder Fenstern und schafft perfekte Bedingungen für gesundheitsschädlichen Schwarzschimmel. Darüber hinaus beginnen langsam in geschlossenen Räumen trocknende Kleidungsstücke oft muffig zu riechen.
3 Schritte vom Experten für sicheres Turmtrocknen:
- Der richtige Standort: Stellen Sie den Trockenturm immer in einem Raum mit mechanischer Belüftung auf. Das Badezimmer (Feuchtraum mit Bodenablauf) ist mit Abstand der beste Ort. Wenn Sie in Wohnräumen trocknen, platzieren Sie den Turm nahe einem Frischluftzufuhrventil oder öffnen Sie das Fenster einen Spalt (sogenannte Querlüftung) während der Trocknungszeit.
- Vollständig schleudern: Bevor Sie die Wäsche auf den Turm hängen, stellen Sie sicher, dass die Schleudergeschwindigkeit Ihrer Waschmaschine maximal eingestellt ist (mindestens 1200, besser 1400 Umdrehungen pro Minute). Dies entfernt mechanisch literweise Wasser aus den Stoffen, sodass deutlich weniger Feuchtigkeit in die Raumluft verdunstet.
- Luftiges Aufhängen: Da die Kleidungsstücke im Turm übereinander eng beieinander hängen, legen Sie sie nicht doppelt gefaltet auf. Hängen Sie dicke Jeans und Handtücher an die Außenränder des Turms und dünnere T-Shirts in die Mitte, damit Luft frei durch das Gestell zirkulieren kann.
Sind auch Sie frustriert über den „Wäschedschungel“, der Ihr Wohnzimmer erobert hat? Planen Sie, dieses Platzwunder bei Ihrem nächsten Einkauf mitzunehmen? Prüfen Sie die Verfügbarkeit in den Filialen und teilen Sie diesen genialen Platzspartipp mit Freunden, die beengt wohnen!



